Die Geschichte
einer Bäckerfamilie

Handwerkstradition
aus der Westpfalz

  • 1949

    Wie alles begann

    Mitten im Westpfälzer Bergland dem sogenannten „Musikantenland“ direkt am Fuße vom Potzberg zwischen Kaiserslautern und Kusel liegt Reichenbach-Steegen. Dort besteht nun seit fast 70 Jahren die Bäckerei KISSEL.

    1949 mieteten Julius und Ellen Kissel eine kleine Bäckerei in Reichenbach-Steegen an. Bedingt durch die räumlichen engen Verhältnisse wurde diese Bäckerei bereits 1952 wieder geschlossen und sich nach neuen Räumlichkeiten umgeschaut, da der Name KISSEL bereits damals für Qualität und Frische bürgte. Der Arbeit nicht müde werdend, wurde dann in der damaligen „Judengasse“ (heute Herrenbergstraße) ein Grundstück mit einem baufälligen Wohnhaus und einer alten Scheune erworben.

    Kissel 1949 - Bauarbeiten an der Backstube
    Ellen Kissel mit den Maurern bei der Grundsteinlegung des Wohn- und Geschäftshauses in der Herrenbergstraße 3.
    Kissel 1949 - Die neue Backstube
    Ellen Kissel am Eingang der Backstube

    Die Scheune wurde zur Bäckerei mit Laden und darüber liegenden Wohnung umgebaut, das baufällige Wohnhaus abgerissen. Die Backstube befindet sich heute noch an gleicher Stelle.

    Julius Kissel mit Sohn Gernot

    1978 verstarb Julius Kissel – es wird heute immer noch gerne von seinem trockenen Humor und seiner so netten verbindlichen Art gegenüber Kunden und auch Geschäftspartnern gesprochen. Auch wird Vieles noch nach seinen Rezepten gebacken.

  • 1960 - 1978

    Die Bäckerei wächst

    1960 wurden wieder neue Ideen geboren. Der Grundstein für ein dreistöckiges Geschäftshaus auf dem vorderen Teil des Grundstücks wurde gelegt. Im Erdgeschoss wurde der Bäckerladen und ein Café mit 40 Sitzplätzen eingerichtet. Im zweiten Stockwerk war der sogenannte Festsaal und im 3. Stockwerk befanden sich 4 exklusive Gästezimmer.

    Kissel 1960-1978 - Die neue Bäckerei mit Cafe
    Das Café Kissel war der Treffpunkt in den 60/70er Jahren - bis es 1978 geschlossen wurde
    Auszeichnung für kreative Brotsorten

    Das Thema „Nachfolge“ wurde in den 70er Jahren zum Hauptgesprächsthema im Hause KISSEL. Ursula (Tochter von Ellen und Julius Kissel) lernte einen gewissen Karl-Heinz kennen. Beide waren in branchenfremden Berufen tätig. Manch einer wundert sich heute noch, was Liebe dann aber so alles bewirken kann. Aus dem Industriekaufmann wurde ein Bäckermeister, und aus der Bankangestellten eine Jungunternehmerin – mit „Laib“ und Seele.

  • 1980

    Generationswechsel

    Voller Tatandrang sind nun Ursula und Karl-Heinz Carra in den neuen Wirkungsbereich eingestiegen. Viele neue Ideen und Konzepte wurden erarbeitet und umgesetzt.

    Ursula und Karl-Heinz Carra Bäckerei-Fest
    Karl-Heinz Carra beim Marktermin

    Im Laufe der Jahre belieferte die Bäckerei Kissel viele kleine, umliegende Einkaufslädchen. Es wurde in die Reuschbach, nach Weilerbach, Mackenbach, Ramstein-Miesenbach, Steinwenden, Obermohr, Oberstaufenbach und andere Ortschaften geliefert.

    1983 entschlossen sich die Eheleute Carra in Steinwenden eine Filiale unter eigener Führung zu eröffnen.

    Karte Kissel's Cafe und Bäckerei in Reichenbach Steegen
  • ab 2000

    Neue Herausforderungen - Neue Ideen

    Die Zukunft der Bäckerei ist gesichert, da die 3. Generation mit den Geschwistern Paul (Bäckermeister) und Petra (gelernte Hotelfachfrau) in den Startlöchern steht.

    Paul Carra und Petra Kunz - Generationswechsel

    Mit unserem Online-Brotladen wollen wir uns den neuen Herausforderungen stellen, ohne dass der gewohnte Qualitätsanspruch an unsere Produkte und Kundenzufriedenheit verloren gehen.

    Getreu dem Motto: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ versucht die Bäckerfamilie die Tradition mit der Moderne zu verbinden – dabei stehen Qualität und die Verbundenheit zur Region an oberster Stelle.

    Kissel's Cafe - Impressionen

    Nachdem klar war, dass es im Hause KISSEL weitergeht, wurde der einzigen Filiale in Steinwenden ein neues „Gesicht“ verliehen. Wiedereröffnung nach Renovierung war am 09. September 2011.

    Die Bäckerfamilie Kissel: Familie Carra & Kunz

    Nach wie vor handeln KISSEL‘s nach der Methode „wir suchen und finden“ die Kunden. So sind KISSEL’s speziell an den Wochenenden seit Anfang 2000 auf den verschiedensten Bauern-, Handwerker- und Genussmärkten im Umkreis von 120 km mit „Laib“ und Seele mit von der Partie. Sofern es die Platzverhältnisse zulassen, wird ein alter Original-Holzleiterwagen (ein echter „Hingucker“) mitgebracht, um darauf die Brotspezialität das „Reichenbacher Musikantenbrot“ zu präsentieren.

    Viele Marktkunden sind noch Tage/Wochen später von der Brotspezialität begeistert, dass sie sich ein gefülltes Brotpaket nach Hause schicken lassen. Eine weitere Nische wurde gefunden – der Brotversand.